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Asperger Syndrom

Das Asperger-Syndrom ist eine ausgeprägte Kontakt- und Kommunikationsstörung, welche spätestens im Vorschulalter deutlich wird und die durch eine qualitative Beeinträchtigung des Interaktionsverhaltens, mangelndes Einfühlungsvermögen, motorische Auffälligkeiten und ausgeprägte Sonderinteressen charakterisiert ist.
Aufgrund der Verhaltensauffälligkeiten sind sie sehr oft isoliert und ecken überall.
Als Ursache werden genetische Faktoren angenommen im Verein mit umschriebenen Hirnfunktionsstörungen und neuropsychologischen Ausfällen, die alle auf eine Einschränkung im Bereich des nonverbalen Lernens hinweisen, obwohl sich das allgemeine Intelligenzniveau meist im Normbereich bewegt.
Die Behandlung muss stets nach den individuellen Besonderheiten berücksichtigt werden und stützt sich auf verhaltenstherapeutische Ansätze, die Einübung sozialer Fertigkeiten und auf die Beschäftigung unter Einbeziehung der jeweiligen Interessen und Fähigkeiten.
Medikamente sind nur zu nehmen, wenn besondere Symptome wie ausgeprägte Hyperaktivität und Unruhe, aggressives Verhalten, Schlafstörungen oder depressive Verstimmungen auftreten.
Beim Asperger Syndrom handelt es sich um ein autistisches Syndrom, welches in der Regel später diagnostiziert wird, als der frühkindliche Autismus.
Beim Asperger-Syndrom fehlen im Gegensatz zum frühkindlichen Autismus die verzögerte Sprachentwicklung wie auch die Einschränkung der kognitiven Entwicklung.
Die Kinder mit Asperger-Syndrom lernen relativ früh und gut, vermögen sich manchmal sprachlich recht ungewöhnlich auszudrücken und bewegen sich auch in ihrer Intelligenz im Normbereich. Ihre Intelligenz ist deutlich besser als bei Kindern und Jugendlichen mit frühkindlichem Autismus.
Der Umgang mit anderen Menschen, sowie die Anforderungen in Kindergarten, Schule, Ausbildung und Beruf können gravierende Probleme bereiten.
Erwachsene, die selbständig leben, können Schwierigkeiten beim Wohnen und der Haushaltsführung und beim Arbeiten oder in der Freizeit haben und benötigen Hilfestellungen.
Man merkt den davon Betroffenen ihre Probleme meist nicht sofort an, sie sind erst auf den zweiten Blick auffällig.
Sie wirken auf ihre Umwelt seltsam, verschroben, ängstlich, schüchtern, unfreundlich, egoistisch, unhöflich, unnahbar, undankbar usw ...
Menschen mit Asperger-Syndrom müssen oft unter Ausgrenzung und Mobbing leiden. Sehr oft werden sie als gestört oder verrückt bezeichnet.

Weil sie oft perfekt sprechen können, wird angenommen, dass sie auch alles verstehen. Verglichen am autistischen Spektrum sind sie nur relativ leicht betroffen und so wird häufig angenommen, sie brauchten keine Hilfe.

In Wirklichkeit benötigen Menschen mit Asperger-Syndrom ganz spezielle Hilfe und ganz besonderes Verständnis, denn sie werden immer an den Maßstäben derer gemessen, die kein Asperger-Syndrom haben, und so kommt es ständig zu Fehlurteile und Überlastungen. Die Erfahrungen damit und die spätere Selbsterkenntnis, dass sie diese Erwartungen kaum werden erfüllen können, so sehr sie sich auch anstrengen, verursachen große Leiden.

Eltern von Kindern mit Asperger-Syndrom müssen eine Gratwanderung zwischen Fördern, Fordern und Überfordern bestehen. Sie machen sie sich große Sorgen um ihr Kind, haben oft Angst, dass es als Erwachsener kein selbständiges Leben führen kann, da ihm viele praktische und soziale Fähigkeiten fehlen, die im Alltagsleben benötigt werden. Sie müssen sich Vorwürfe anhören, sie seien nicht fähig, ihr Kind richtig zu erziehen. Sie werden von Fragen gequält, auf die sie selten eine Antwort erhalten:
• Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?
• Welche Schule ist die Richtige?
• Wie informiere ich Lehrer und Mitschüler?
• In welcher Form wird eine Berufsausbildung und -Ausübung möglich sein?
• Welche Hilfe und Unterstützung gibt es?
All diese Fragen können für Eltern zu großen Belastungen führen.



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