Abgesehen von Autismus, einer Definition, die sich mit Selbstbezogenheit, Abkapselung oder Rückzug in die eigene psychische Welt übersetzen lässt, finden auch noch andere Bezeichnungen Verwendung: z.B. frühkindlicher Autismus, autistische Störungen, autistisches Syndrom, Asperger Syndrom, High-functioning-autism und atypischer Autismus.
Es handelt sich hierbei um verschiedene Varianten aus dem autistischen Spektrum, da Autismus in völlig unterschiedlichen Schweregraden und in Kombinationen mit anderen Behinderungen in Erscheinung auftreten kann.
Es gibt autistische Menschen, die zugleich geistig behindert sind (ca. 70%) oder eine weitere Krankheit oder Behinderung haben (z.B. Tuberöse Sklerose, Fragile X-Syndrom u. v. a.).
Andere können mit ihrer gesonderten Behinderung eine höhere Schule besuchen, eine qualifizierte Ausbildung absolvieren und ein hohes Maß an Selbstständigkeit erreichen.
Als die leichtere Form des Autismus gilt das Asperger-Syndrom, welches hier noch näher beschrieben wird.
Ein atypischer Autismus findet sich häufig bei schwer beeinträchtigten Menschen, bei denen nicht alle wichtigen Symptome vorkommen. High-functioning-autism (Autismus mit hohem Funktionsniveau) gilt als symptomatisch für Personen mit Kanner-Syndrom, die über herausragende Fähigkeiten in Teilgebieten (z.B. Musik, Kalenderrechnen, Zeichnen, Merkfähigkeit) verfügen.
Da Autisten hauptsächlich in ihrer Fähigkeit beeinträchtigt sind, zu anderen Menschen (auch zu den eigenen Eltern) in einen engen, emotionalen sozialen Kontakt zu treten, und die Beweggründe menschlichen Handelns nur schwer verstehen können, werden die meisten unabhängig von Ihrem Intelligenzniveau lebenslang auf Hilfe angewiesen bleiben.