Die Symptome bei Autismus sind je nach Unterformen unterschiedlich stark ausgeprägt und betreffen verschiedene Bereiche:
Beeinträchtigung der zwischenmenschlichen Beziehungen
Bei autistischen Kindern ist mehrfach zu beobachten, dass sie sich der Existenz oder Gefühle anderer Menschen nicht bewusst sind.
So kommt es vor, dass ein autistisches Kind etwa die Not der Mutter nicht bemerkt und auch nicht darauf reagiert.
Sind autistische Kinder selber traurig, suchen sie nicht nach Trost oder können ihren Wunsch nach Trost nicht angemessen ausdrücken.
Im Vergleich zu gesunden Kindern fällt auf, dass Autisten kaum Nachahmungsverhalten zeigen.
So erwidern sie zum Abschied kein Winken.
Beim Spielen beziehen die Betroffenen nur selten andere Personen mit ein. Insgesamt ist die Fähigkeit autistischer Kinder, Freundschaften zu knüpfen, stark beeinträchtigt.
Beeinträchtigung der Kommunikation und Phantasie
Viele autistische Kinder verständigen sich weder verbal noch durch Körpersprache. So treten Autisten selten durch Blickkontakt oder Lächeln mit anderen Menschen in Verbindung.
Auch auf Versuche der Kontaktaufnahme von außen reagieren viele Betroffene abweisend; so sträuben sich autistische Kinder häufig gegen Umarmungen. Auffällig ist auch der Mangel an phantasievollen Aktivitäten und Spielen.
Bei Autisten, die sprechen, fallen oft Besonderheiten der Sprache auf. Die Stimmmelodie ist durch ungewöhnliche Betonungen, Geschwindigkeit oder Tonhöhe geprägt.
Weitere Sprachbesonderheiten sind das ständige Wiederholen bestimmter Worte.